Das Wort Trittbrettfahrer bezeichnet
• ursprünglich eine Person, die sich von Straßenbahnen kostenlos befördern lässt (Beförderungserschleichung)
• in den Sozialwissenschaften Wirtschaftssubjekte, die den Nutzen eines Gutes erlangen, ohne dafür zu zahlen
Die Beförderungserschleichung (umgangssprachlich auch Schwarzfahren genannt) ist in Deutschland ein vertypter Straftatbestand des Erschleichens von Leistungen nach § 265a StGB. Systematisch gehört die Beförderungserschleichung zu den Betrugsdelikten. Vom Charakter her ist sie ein Vergehen. Die Einstufung als Beförderungserschleichung setzt Vorsatz voraus.
Das Trittbrettfahrerproblem bei öffentlichen Gütern
Bei rein öffentlichen Gütern wie z.B. bei Straßenbeleuchtungen oder Deichen kann das Trittbrettfahrerproblem auftreten, wenn ein Ausschluss von der Nutzung solcher Güter nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Hierbei wäre zu erwarten, dass nicht alle Nutzer dieser Güter bereit wären, für deren Entstehungs- und Unterhaltskosten aufzukommen. Dies würde dazu führen, dass solche Güter nicht oder nicht in ausreichendem Maße von privaten Anbietern angeboten würden. Man spricht hier auch von einem Bereitstellungsproblem. Deshalb werden öffentliche Güter meistens vom Staat bereitgestellt und über Abgaben finanziert.
Das Trittbrettfahrerproblem (auch free rider problem) bezeichnet ein Problem kollektiven Handelns, bei dem Wirtschaftssubjekte den Nutzen eines Gutes ohne Gegenleistung erlangen. Der Name leitet sich von einer Form des Schwarzfahrens bei Straßenbahnen ab, welche vorkam, als diese noch Trittbretter hatten.
Im Bereich Forschung und Entwicklung würde durch Trittbrettfahrer der Nutzen einer Erfindung nicht allein dem Erfinder zugute kommen, was dazu führen würde, dass eine Innovation möglicherweise unterbleiben würde. Als Gegenmaßnahme gibt es hierfür z. B. den Schutz von Erfindungen durch Patente.
Trittbrettfahrer bei Entführungen
Anlässlich publik gewordener Entführungen verlangen Trittbrettfahrer von den Angehörigen hohe Geldsummen für angebliche Informationen über den Aufenthaltsort des Entführten oder für seine angebliche Freilassung. Sie sind damit ebenfalls "Falsche Bekenner" und machen sich überdies der Erpressung schuldig. Im Fall des Verschwindens von Madeleine McCann wurden mehrere Trittbrettfahrer dieses Typs festgenommen.
Nachahmungstäter gibt es vor allem nach Verbrechen mit hoher Medienaufmerksamkeit. Nicht nur bei Terrorattentaten, auch bei Serienverbrechen kommt es zu Nachahmern. Bei Suiziden gibt es ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Berichterstattung und Nachahmungstaten, den so genannten Werther-Effekt.
Mittwoch, 19. August 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Dein Referat über Trittbrettfahrer ist zwar sehr informativ, mir aber persönlich zu langweilig. Ich glaube, du hast zu viel aus dem Internet oder aus Zeitschriften abgeschrieben. Außerdem solltest du so einen Artikel nächstes Mal unter "Referat" und nicht unter Streitthema veröffentlichen.
AntwortenLöschen